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Ich werde immer wieder gefragt, wie kann ich einen Menschen vergessen, mit dem ich emotional sehr eng verbunden bin?

Vergessen – wie soll das gehen?

Wer von uns kann einen Schalter drücken und jemanden vergessen, der einem gefühlsmäßig nahe steht? Es heißt, Zeit heilt alle Wunden…OK, es mag sein, dass wir irgendwann einen Namen vergessen, aber Menschen, mit denen wir in Liebe verbunden waren, können wir nicht vergessen. Worum es geht, ist Loslassen!

Sich von inneren Zwängen und der Vorstellung befreien, dass man ohne diese Person nicht leben kann! Loslassen beinhaltet Gelassenheit und Vertrauen ins Leben zu entwickeln. Manchmal verrennen und verhärten wir uns, dahinter steht oft nicht anderes als unser Streben nach Besitz, Macht und Kontrolle. Wir gaukeln uns vor, der Retter/ die Retterin des anderen sein zu können. Wendet sich ein Partner ab, fühlen wir uns als Versager. Wenn wir aufgeben, empfinden wir es als Selbstverrat, denn wir möchten stark und nicht schwach sein.

Ist aber wahre Stärke nicht eher der Weg, zu seiner Schwäche zu stehen? Nachzugeben? Sich etwas einzugestehen? Mitfühlsam und wertneutral sich selbst gegenüber zu sein? Es ist wichtig, sich erst einmal darüber Klarheit zu verschaffen, was man eigentlich will. Wenn man mit Loslassen die Idee verbindet, dass man sich selbst einen Gefallen tut, um sich auf sein eigenes Glück zu konzentrieren, sich das wahre Glück gönnen, dann ist das der richtige Schritt. Möchte man eher nur aus taktischen Erwägungen heraus loslassen, dann wird es nicht funktionieren. Wir belügen uns selbst und wir ändern absolut gar nichts an der aktuellen Situation.

Natürlich können vorübergehend kleine Veränderungen die Folge sein, die man dann schnell als Erfolg und Bestätigung verbucht. Aber sie sind von kurzer Dauer und lassen echte innere Prozesse meistens auf der Strecke. Letztlich bleibt alles, wie es war. Eine neue Zerreißprobe beginnt. Was ist also Dein wahres Ziel? Kontrolle ausüben oder die bedingungslose Liebe (dazu zählt auch die Eigenliebe!). Wenn du an dem Punkt bist, dich selbst wert zu schätzen, dann gelingt dir auch das Loslassen.

Wir sind die Schöpfer unserer Wahrheit und unseres Lebens! Kein anderer! Unsere Bilder/ Geschichten/ Gefühle, wir alleine bestimmen, ob wir unsere Lebensaufgaben mit Leichtigkeit oder Bitterkeit erledigen.

Ich empfehle eine Liste anzulegen: Wahre Liebe oder Luftschloss? Wie ist er sie? Positive/negative Eigenschaften -Spalten machen. Dazu gehört auch zu beleuchten, wie er/sie zu mir ist oder auch eventuell die Unterschieden zum Verhalten anderen gegenüber festzuhalten. Bei dieser Liste ist es wichtig, dass man sie schriftlich fixiert, da wir so schreiben-lesen-denken, also drei Dinge tun, anstatt nur darüber grübeln. Es manifestiert sich, zeigt uns andere Blickwinkel auf. Hier sind wertneutrale Offenheit und Ehrlichkeit gefragt.

Betrachte die Situationen von oben, als würde es sich um zwei unbeteiligte Personen handeln. Alles, was in ein MUSS gekleidet ist, führt zu unbewusster Gegenwehr in unserem Inneren. Wir sind durch Grundinstinkte geprägt, welche früher dafür gesorgt haben unser Überleben abzusichern.

Darunter gehört unter anderem, dass wir frei entscheiden wollen (freie Entscheidungsfreiheit). Wird dieser Grundinstinkt durch das Wort müssen nun in unserem Unterbewusstsein aktiv, provozieren wir genau das Gegenteil. Verneinungswörter werden vom Unterbewusstsein ignoriert, deshalb ist eine bewusste Wortwahl und Formulierung wichtig. (Die Kraft des positiven Denkens z.B.)

Zum besseren Verständnis: Wer kennt es nicht, man muss am nächsten Morgen früh raus und weiß, man hat nur noch eine sehr begrenzte Anzahl von Stunden, um ein bisschen Schlaf zu bekommen?? Was passiert, wenn man sich sagt: Jetzt muss ich aber schlafen? Verbote bewirken das Gegenteil! Falls die Gedanken und Gefühle Dich überkommen, sage ganz einfach STOP und verweise auf einen anderen Zeitraum. Ebenfalls kann ich Dich mit viele kleinen Übungen unterstützen, am wichtigsten finde ich jedoch die Klarheit und die eigene Ziel- Aufgabensetzung, Richtung Glück zu gehen. Lenke Dich ab, mache was, worin Du richtig gut warst, bist oder was Dich fördert, wozu Du nie Zeit hattest. Setze Dir ganz kleine Ziele, denn so wird Dein Unterbewusstsein gleichzeitig motiviert weiter zu machen, weil Du es geschafft hast. Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt.

Sei mutig-Du schaffst es.

Rückschritte gehören dazu, gib nicht auf. Es geht um Dich! Habe Geduld mit Dir.

Du hast nur dieses eine Leben!

 

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